9. Mai 2020

Marrakesch Marokko: Sehenswürdigkeiten und Tipps

Medina Marrakesch

„Marrakesch ist ein riesiger Zirkus – und du bist Teil des ganzen Schauspiels“, mit diesen Worten empfängt mich Hans, der Besitzer des Riads in welchem ich die ersten Tage nächtigen werde. Und Recht hat er: gerade gelandet, finde ich mich in der Abenddämmerung inmitten einer quirlig, lebendigen, faszinierenden Stadt und in einer gänzlich anderen Welt wieder.

Die nordafrikanische Metropole hat mich von der ersten Minute in ihren Bann gezogen: der Duft orientalischer Gewürze und Garstände, schreiende und musizierende Gaukler, feilschende Händler, tausende bunte Verkaufsstände, der Schein der Kerzen in den typisch marokkanischen Lämpchen und die Geräuschkulisse von rumpelnden Sackkarren, knarrenden Motorrollern, Pferde- und Eselsgetrappel ist ein Fest für die Sinne – Reizüberflutung inklusive. Die Perle des Orients fasziniert und überfordert, überwältig und begeistert, bringt einen zum Nachdenken und raubt einem schließlich den Atem.

Marrakesch – für die einen ein Traum aus 1001 Nacht, für die anderen (nahezu) ein Albtraum. Tatsächlich habe ich unterwegs immer wieder andere Reisen getroffen, die von der Stadt entweder fasziniert oder enttäuscht waren. Um es gleich voraus zu schicken: Marrakesch hat mein Herz im Sturm erobert und ich bin mittlerweile vier Mal (und sicher nicht zum letzten Mal) in die rote Stadt Nordafrikas gereist.

Was dich in Marrakesch (Marokko) erwartet und welche Top 10 Sehenswürdigkeiten du nicht verpassen solltest, verrate ich dir in diesem Beitrag. Zudem findest du auf dieser Seite meine persönlichen Tipps zu Anreise, Übernachtungen, Restaurants und was du in Marrakesch (nicht nur) als allein reisende Frau beachten solltest.

Bist du bereit für das große Spektakel? Jalla! Bühne frei für Marrakesch!


Getrocknete Blumen Medina

Allgemeine Informationen

Anreise

Marrakesch erreichst du in gerade einmal vier Flugstunden von vielen deutschen Flughäfen aus. Mehrere Fluggesellschaften bieten Direktflüge aus Deutschland zum Flughafen Marrakesch Menara an. Von Berlin fliegen beispielsweise EasyJet und Ryanair mehrmals die Woche das Ziel an. Der Flughafen liegt circa 6 Kilometer stadtauswärts. In die Altstadt gelangst du am besten mit einem der vielen Taxis (circa 100 Dirham), die vor dem Flughafengebäude stehen, mit der Buslinie 19 (30 Dirham) oder auch mit einem von deiner Unterkunft organisierten Flughafentransfer (circa 200 Dirham). Da viele Unterkünfte versteckt in den Gassen der Medina liegen und das letzte Stück zumeist zu Fuß zurück gelegt werden muss, empfehle ich dir bei deiner ersten Reise nach Marrakesch einen individuellen Transfer über deine Unterkunft zu buchen.


Einreise

Für die Einreise benötigst du als Deutscher, Österreichischer oder auch Schweizer Staatsbürger einen noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass. Ein Personalausweis ist nicht ausreichend. Mit dem Reisepass kannst du dich bis zu 90 Tage ohne Visum im Land aufhalten.

In Marokko gelten strenge Einreisebestimmungen. Als Tourist darfst du mit maximal 2000 Dirham ein- oder ausreisen. Die Einfuhr von Flugdrohnen ist verboten.
Aktuelle und weitere Einreisebestimmungen für Marokko findest du auf der Website vom Auswärtigen Amt


Sprache

In Marokko sind Arabisch und Amazigh Amtssprachen. Letztere wird vor allem in Zentralmarokko, insbesondere im Atlasgebirge gesprochen und bezeichnet den sogenannten Berberdialekt (wobei es noch mehr Berberdialekte gibt). Zudem sprechen und verstehen alle Marokkaner auch Französisch. Im Norden und Süden des Landes ist auch Spanisch verbreitet. Die englische Sprache wird zumeist nur von der jüngeren Generation oder im Tourismusbereich gesprochen.


Währung & Geld

In Marokko zahlst du mit marokkanischen Dirham. Zehn Dirham entsprechen ungefähr einem Euro. Am Flughafen und in der Stadt stehen mehrere Bankautomaten und Geldwechselstuben zur Verfügung. In den touristischen Gebieten und größeren Hotels werden Kreditkarten akzeptiert, ansonsten kannst du ausschließlich mit Bargeld zahlen. Insbesondere in Marrakesch werden vereinzelt auch Euros akzeptiert.

Tipp: Die Bankautomaten am Flughafen befinden sich rechterhand bevor du das Flughafengebäude verlässt. Ich empfehle dir hier mit deiner Reisekreditkarte Bargeld abzuheben. Vermeide nach Möglichkeit die Schalter zum Geldwechseln im Flughafen nach der Passkontrolle – hier zahlst du unnötig hohe Gebühren und bekommst einen schlechten Wechselkurs geboten.


Telefon & Internet

Aufgrund der hohen Roamingkosten solltest du dir in Marokko eine marokkanische SIM-Karte kaufen. Wenn du einen Abstecher ins Atlas-Gebirge planst, empfehle ich dir Maroc Telecom – die haben die beste Netzabdeckung.
SIM-Karten mit 5 GB mobiles Datenvolumen bekommst du für 50 Dirham direkt in der Ankunftshalle am Flughafen oder in einem der Tabakläden in der Altstadt.


Reisezeit

Marrakesch kannst du im Prinzip ganzjährig bereisen. Frühling und Herbst sind Hauptreisezeit. Im Sommer kann das Thermometer jedoch auf über 40 Grad klettern.


Blick über Marrakesch

Top 10 Sehenswürdigkeiten in Marrakesch

# 1 – Djemaa el-Fna

Das Herzstück der Stadt ist der Djemaa el-Fna, oder auch einfach „La place“. Auf dem großen Platz der Königsstadt kannst du das pulsierende Leben von Marrakesch hautnah spüren und erleben.

Seit hunderten von Jahren lassen hier die Gaukler die Schlangen tanzen, trommeln und spielen auf ihren Instrumenten, die Händler schachern um die Wette, Affendressierer rücken den Touristen zu Leibe, Quacksalber versuchen ihre Wundermittel unter die Leute zu bringen, Frauen greifen nach Händen, um ungefragt ein Henna-Tattoo aufzumalen und dazwischen triffst du auf Schuhputzer, Afrikaner, behangen mit allerlei Klimbim, Gemüse- und Obsthändler, Nussverkäufer und Damen, die (teils) gepanschtes Arganöl verkaufen.

Das Geknatter von Mopeds, das Geschrei der Händler und Gaukler, Blechkastagnetten, Chaos, Menschenmassen und der Ruf des Muezzin erfüllen den touristischen Platz im Herzen der Medina – eine in Staub und Hitze gehüllte Traumfabrik in der Größe von mehreren Fussballfeldern.

Schon am Morgen gegen 9 Uhr erwacht das Spektakel, steigert sich langsam zum Nachmittag hin und liefert sich seinen Höhepunkt in den späten Abendstunden, wenn wie aus dem Nichts unzählige Garküchen den Platz in ein riesiges Freiluftrestaurant überzogen mit dichten Rauchschwaden verwandeln.

Und noch während alle diese Eindrücke, Gerüche und Geräusche deine Sinne benebeln, hast du wahrscheinlich schon eine Schlange um den Hals hängen, einen Affen auf der Schulter sitzen oder ein Henna-Tattoo auf der Hand. Schneller als du schauen kannst, versuchen die Bezirzungskünstler, Trickser und Betrüger dir das Geld aus der Tasche zu ziehen. Denn natürlich bekommst du die Schlange nicht umsonst für dein Erinnerungsfoto um den Hals gehangen. Doch am besten machst du aus ethischen Gründen sowieso einen großen Bogen um die Affendressierer und Schlangenbeschwörer.

Tipp: Ziel eines jeden Protagonisten in diesem riesigen Schauspiel ist es natürlich ein paar Dirhams von dir zu erhaschen. Beobachte das Spektakel am besten ein wenig aus der Ferne. Denn je mehr du dich darauf einlässt und je länger du zuschaust, umso teurer kann es werden. Für Fotos musst du immer in die Tasche greifen – und es sei dir versichert, auch wenn du meinst, die (Handy-) Kamera ganz unauffällig zücken zu können, die Gaukler haben ihre Augen überall. Von daher gilt wie in ganz Marrakesch: frag bevor du ein Foto machst und einige dich vorab auf die Höhe des Trinkgeldes (üblich sind etwa 5-10 Dirham). Und da Kleingeld rar ist in Marokko, pack dir schon vor deinem Besuch ein paar Münzen griffbereit in die Tasche.

Dennoch: begib dich am Abend mittenrein in das Gewusel – nur so kannst du die Magie dieses Platzes wirklich spüren, und verstehen, wieso der Djemaa el-Fna 2001 als erster Platz von der Unesco in die Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit aufgenommen wurde.

Ansonsten kannst du das Treiben auch in einem der umliegenden Cafés bei einem Glas frischen Minztee beobachten. Zum Sonnenuntergang empfehle ich dir das Szenario von der Terrasse des „Café Glacier“ mit Blick auf die dampfenden Garküchen und die hinter der Koutoubia-Moschee untergehende Sonne zu beäugen.

Djemaa el-Fna Marrakesch

Mann mit Brot Marrakesch

# 2 – Medina & Souks

Um den Djemaa el-Fna herum erstreckt sich das Labyrinth der unzählig verschlungenen Gassen durch die Medina (Altstadt). Nimm’ dir Zeit, die Altstadt mit ihren Souks, Museen und Palästen, dem Kasbah-Viertel und der Mellah, dem jüdischen Viertel, zu erkunden.

Nördlich des Platzes befinden sich die Souks mit ihren tausenden kleinen Läden.
An jeder Ecke feilschen die Händler darum, dir etwas verkaufen zu wollen – von Korbwaren, wunderschönem Geschirr, Teekannen, Tüchern und Taschen bis hin zu den beliebten Babouche-Schuhen, Leder-Poufs, Teppichen und Silberschmuck.
Verweile mitten im Leben dieser exotischen Welt und schau den Handwerkern beim Schmieden, Hämmern, Nähen und Schnitzen zu.

Selbst wenn du nichts kaufen möchtest – was sehr schwer sein wird, denn von dem „Haben wollen-Gefühl“ bleibt hier fast niemand verschont – gehört es quasi zum Pflichtprogramm deines Marrakesch-Besuchs, auf diese intensive und schöne Weise durch die Altstadt zu bummeln und dich (unweigerlich) in dem Gassengewirr zu verlieren.

Innerhalb der Souks sind die Märkte nach Gewerken und Waren unterteilt, beispielsweise dem Souk des Babouches, dem Schmiede-Souk (Souk du Forgé) und dem Teppich-Souk (Souk des Tappis). Während um den Platz eher die touristischen Shops überwiegen und mit entsprecht hohen Preisen zum Kaufen einladen, sind die weiter nördlich liegenden Märkte zumeist ein wenig günstiger. 

Handeln erwünscht

Doch der Preis richtet sich oft nach deinem Verhandlungsgeschick – denn in den Souks musst du feilschen. Als grobe Richtlinie kannst du ungefähr mit der Hälfte des angebotenen Preises rechnen. Probiere dich aus, nenne dem Verkäufer ein Gegenangebot und schaue wie er reagiert. Wenn er abwinkt, gehe weiter und schau, ob er dich nicht doch zurück ruft.

Generell ist das Einkaufen in den Souks von Marrakesch jedoch teurer als in anderen Städten des nordafrikanischen Landes.

Tipp: In den Souks versuchen immer wieder jüngere Männer und Jugendliche dich fehlzuleiten, indem sie ungefragt behaupten der Platz sei in jene Richtung, die Strasse ist gesperrt oder hier kannst du nicht lang, da wird gebetet. Ignoriere diese Aussagen – denn Ziel der Aktion ist oftmals dich in die Irre und an den Rand der Souks zu führen, um dich dann abzukassieren.
Wenn du dich doch einmal verlaufen solltest und du nicht von allein zum Platz zurück findest, frage am besten direkt in einem der vielen Läden nach dem Weg zum „La place“.
Dich mittels Stadtplan oder Reise Apps wie beispielsweise google maps oder maps.me in den Souks zu orientieren, ist quasi unmöglich. Von daher empfehle ich dir das Handy – auch geschützt vor Taschendieben – sicher zu verstauen, um so nicht gegenüber den vielen „freiwilligen Helfern“ deine Orientierungslosigkeit „zur Schau“ zur stellen.

Hinweis: Freitags sind viele Läden in den Souks und in der Medina geschlossen.

Und noch ein Tipp: Durch die engen, menschenüberfüllten Gassen der Souks und der Medina drängen sich leider auch immer wieder Motorroller (teils mit hohem Tempo) durch – halte dich daher am besten rechts.


# 3 – Garküchen auf dem Djemaa el-Fna & in der Medina

Ob am Abend auf dem Djemaa el-Fna oder bei deinem Streifzug durch die Souks: in unzähligen kleinen Garküchen in der Medina wird gebrutzelt, gekocht und gebacken. Um einer Magenverstimmung vorzubeugen, solltest du natürlich immer ein wenig aufpassen: aber gesell dich zu den Einheimischen – da wo viele Marokkaner sitzen, kannst du dich getrost niederlassen und Fisch, Gemüse, gegrillte Spieße und weitere Köstlichkeiten probieren.


# 4 – Koutoubia

Die imposante Koutoubia-Moschee ist ein weiteres Highlight in der Medina. Auch wenn du als Nicht-Muslime die Moschee aus dem 12. Jahrhundert nicht betreten darfst, lohnt es sich einmal um das architektonisch beeindruckende Wahrzeichen von Marrakesch mit seinem 77m hohen Minarett und den angrenzenden Gärten zu laufen.


# 5 – Jardin Secret

Eine Oase der Ruhe inmitten des Altstadtgewimmels ist der Jardin Secret. In dem einstigen Innenhof eines Palastes, der zu einer Gartenanlage umgebaut wurde, kannst du dich von der wuseligen Medina erholen: plätschernde Brunnen und Vogelgezwitscher in dem wunderschön angelegten Garten bieten Entspannung pur.

Eintritt: 50 DH


# 6 – Palais Bahia

Maurisch-andalusische Architektur erwartet dich im Palais Bahia. Mit seinen kunstvollen Holzschnitzereien, den farbenfrohen Mosaiken, imposanten Portalen und den langen Fluren ist der Palast absolut sehenswert.
Um den Touristenströmen aus dem Weg zu gehen, empfehle ich dir jedoch gleich Morgens den Besuch dem imposanten Gebäudes.

Eintritt: 70 DH


# 7 – Palais el Badi

Wenn du die Medina hinter dir lässt und aus dem Stadttor heraustritt, siehst du schon die vielen Storchennester auf dem alten Palastgemäuer. Vom Palast selber ist leider nicht mehr als eine Ruine übrig, doch lassen der riesige symmetrische Hof mit einem gigantisch großen Becken, die Reste ausgeblichener Mosaike und ausgetretene Treppen erahnen, welch’ prunkvolles Gebäude hier einmal gestanden hat.

Beeindruckend ist auch die Geschichte zum Palais el Badi: 25 Jahre dauerte die Fertigstellung dieses einzigartigen Gebäudes. Sultan Ahmad al Mansour ließ 360 Zimmer mit Mamor, farbenfrohen Mosaiksteinchen, Stuck und Goldecken um mehrere Höfe und Gärten erbauen. Nur 12 Jahre dauerte es bis Sultan Moulay Ismail die Reichtümer des Palastes komplett plünderte, Mamorböden ausheben und das Gold von den Wänden entfernen ließ.

Eintritt: 70 DH


# 8 – La Maison de la Photographie

Das Maison de la Photographie gehört zu meinen absoluten Lieblingsorten in Marrakesch. Dem Trubel der Altstadt entfliehend, kannst du hier auf drei Etagen ingesamt 150 beeindruckende Fotografien des 19. und 20. Jahrhunderts, zusammen getragen von dem Franzosen Patrick Manac’h sehen. Besonders die Momentaufnahmen aus dem Leben der Berber, die historischen Fotos von Marrakesch und die Porträtaufnahmen von Musikern und Berberfrauen haben einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.

Von dem wunderschön ruhigen Café auf der Dachterrasse kannst du bei einem frisch gepressten Orangensaft oder auch einem Minztee den Blick über die Dächer von Marrakesch schweifen lassen.

Weitere Informationen zum La Maison de la Photographie findest du hier.

Eintritt: 50 DH


# 9 – Riads

Auf deiner Reise nach Marrakesch solltest du unbedingt in einem der traditionellen Stadthäuser mit begrüntem Innenhof einchecken. Unauffällig liegen sie hinter den Mauern in den verwinkelten Gassen der Medina. Nicht selten eröffnet sich ein kleines Paradies hinter den Türen: liebevoll im marokkanischen Stil eingerichtet, begrünt mit Palmen und Kakteen im nach oben offenen Innenhof und zumeist mit einem kleinen Pool oder Springbrunnen in der Mitte bieten diese Unterkünfte eine kleine Oase der Ruhe.

Welche Riads ich während meiner Reisen nach Marrakesch gebucht habe und dir empfehlen kann, liest du unter dem Punkt Unterkünfte.


# 10 – Koranschule Madrasa Ben Youssef

Die Koranschule soll nach aufwendigen Renovierungsarbeiten im Frühjahr 2020 wieder dem Publikum zugänglich gemacht werden. Ich konnte dieses von außen eher unscheinbar wirkende Gebäude leider noch nicht von innen besichtigen.
Da die Madrasa Ben Youssef jedoch zu den schönsten Koranschulen des Landes zählen soll, möchte ich sie auf jeden Fall unter den Top 10 Sehenswürdigkeiten von Marrakesch aufzählen. Bei meinem nächsten Aufenthalt in Marrakesch werde ich mich auf jeden Fall selbst von dem Meisterwerk der Handwerkskunst aus dem 16. Jahrhundert überzeugen.


Medina Marrakesch

Plane dir für die Stadt Zeit ein, lass’ dich einfach mal treiben und erkunde selbst die pulsierende Metropole im Orient.
Längst habe ich noch nicht alle Sehenswürdigkeiten in Marrakesch besucht – oft habe ich mich einfach treiben lassen, habe die Menschen beobachtet, versucht die Kultur zu verstehen und einfach den Moment genossen. Daher habe ich mir für eine meiner nächsten Reisen nach Nordafrika Notizen gemacht und folgende Sehenswürdigkeiten noch auf meine Bucket-List gesetzt:

  • Jardin Majorelle, das von Yves Saint Laurent wieder hergerichtete Gartenparadies
  • Anima: André Heller Garten, eine der neuesten Sehenswürdigkeiten in Marrakesch
  • Saadier-Gräber, die wohl schönste Grabanlage Marokkos
  • Guéliz, das pulsierende Viertel in der Neustadt Marrakeschs
  • Madrasa Ben Youssef, eine der schönsten Koranschulen des Landes

Tipps für Cafés und Restaurants in Marrakesch

Marrakesch ist der ideale Ort um die Vielfalt und Frische der marokkanischen Küche kennenzulernen: von den einfachen Garküchen in der Medina bis zu hippen Szenerestaurants mit Fusion-Kitchen findest du hier alles.

Nicht entgehen lassen solltest du dir natürlich den frisch zubereiteten Minztee, frisch gepresste Obst- und Gemüsesäfte und als kulinarische Highlights Tajine (im gleichnamigen Tontopf zubereitete Schmorgerichte aus frischem Gemüse mit oder ohne Fleisch), Couscous mit getrockneten Früchten, leckere Suppen und dazu frisch gebackenes Brot – und alles angereichert mit den unglaublich vielfältigen Aromen der Gewürzpalette Nordafrikas.

Meine Empfehlungen:

Nomad – Szenelokal am Place de las Espices mit einer wunderschönen Dachterrasse, von der aus du über die Dächer der Souks bis zum Atlas-Gebirge blicken kannst. Die Speisekarte umfasst Gerichte der modernen marokkanischen Gerichte – tolles Essen, schönes Ambiente zu etwas gehoberen Preisen.

Café des Epices – Schönes Café über drei Etagen ebenfalls am Place de las Espices gelegen. Das Café ist schon lange kein Geheimtipp mehr – aber die Lage direkt gegenüber den Mützenverkäufern in der Mitte der Souks ist einladend und das Essen frisch und gut. Auf der Speisekarte findest du vor allem Salate, Sandwiches und kleinere warme Speisen der marokkanischen und französischen Küche.

Atay Café-Food – Mit seiner wunderschönen mehrstöckigen Dachterrasse gehört das Atay Café-Food ebenfalls zu den Hotspots in Marrakesch. Ich habe es eher zufällig beim Vorbeilaufen entdeckt und bin bei einer meiner Reisen nahezu täglich hier eingekehrt. Besonders empfehlen kann ich dir den Avocado-Shake und die traditionellen marokkanischen Gerichte, wie Couscous und die vegetarische Tajine.

Le Jardin – Mitten in der Medina gelegen, besticht dieses Restaurant vor allem durch sein Ambiente. Im begrünten Innenhof werden sehr leckere, typisch marokkanische Gerichte zu etwas gehobeneren Preisen serviert.

Café im Maison de la Photographie – Das Café befindet sich auf der Dachterrase im Maison de la Photographie mit Blick über die grandiosem Ausblick Über die Dächer der Stadt. Ich habe hier nur einen Kaffee und einen frischgepressten Saft getrunken, aber auch das Essen soll hervorragend sein.

Djeema el-Fna – Das beste Essen gibt es laut Einheimischen an Stand Nr. 1 und Nr. 98.


Hotel-Tipps für Marrakesch

Die Unterkünfte in Marrakesch wie auch in ganz Marokko gleichen oft einem kleinen Paradies. Wie oben beschrieben, empfehle ich dir in einem der zahlreichen Riads zu nächtigen.

Ich habe auf meinen Reisen nach Marokko in ganz unterschiedlichen Unterkünften gewohnt, die ich dir allesamt empfehlen kann:

Riad Johenna – Das liebevoll gestaltete Riad im Kasbah-Viertel liegt nur wenige Gehminuten vom Djeema el-Fna entfernt und verfügt über drei Zimmer. Trotz und gerade wegen der zentralen Lage kannst du auf der wunderschönen Dachterrasse auch mal zwischendurch entspannen oder am Morgen dein frisch zubereitetes Frühstück geniessen. Ein schönes, sauberes Riad in bester Lage zu fairen Preisen – absolute Empfehlung! Den beiden Besitzern, der ursprünglich aus München stammende Hans und seine Frau Sabah, gehört zudem noch das Riad Sabah.
Ein Zimmer im Riad Johanna kannst du hier buchen. 
 
Riad BE Marrakech
 – Das Boutique-Hotel liegt circa 800 Meter vom Djeema el-Fna entfernt und ist ein wahres Schmuckstück. Mit mehreren wunderschön begrünten Innenhöfen mit Pool, geschmackvoll eingerichteten Zimmern, vielen schönen Interieur-Details im ganzen Haus und einer grandiosen Dachterrasse ist das BE Marrakech eine wunderschöne Oase der Ruhe, mit regelmäßig angebotenen Yoga-Stunden und oberleckerem Frühstück. Das Hotel ist schon längst kein Geheimtipp mehr und hat sich mittlerweile zum Instagram-Hotspot entwickelt.
Ein Zimmer im BE Marrakech kannst du hier buchen.

Riad Jardin Secret – Nur wenige Gehminuten entfernt vom BE Marrakech liegt das ebenso wunderschöne, geschmackvoll eingerichtete Riad Jardin Secret. Ein ruhiges Kleinod inmitten der wuseligen Altstadt: schon beim Eintreten vermittelt das Interieur mit Terrakotta- und Erdfarben und einem liebevollen Hippie Flair eine entspannte Atmosphäre. Neben der Einrichtung ist die mehrtägige Dachterrasse mit der fantastischen Aussicht bis zum Atlasgebirge ein Highlight. Ganz zu Schweigen von dem super leckeren selbstgemachten Frühstück mit frischem Saft und hausgebackenem Kuchen. Ein absoluter Wohlfühlort.
Ein Zimmer im Jardin Secret kannst du hier buchen.
Weitere Informationen und Fotos zu diesem Riad findest du in meinem Blogbeitrag Riad Jardin Secret.

Falls du jedoch ein wenig günstiger Reisen möchtest, kann ich dir auch folgendes Hostel empfehlen:

Mosaic Hostel – Das Hostel liegt circa 900 m vom Djeema el-Fna entfernt in einer ruhigen Seitengasse inmitten der Medina. Das saubere Hostel verfügt über mehrere Dorms sowie reine Frauenschlafsäle und zwei Doppelzimmer.
Auf der Dachterrasse kommst du leicht mit anderen Reisenden ins Gespräch und kannst am Morgen dein Frühstück über den Dächern der Altstadt genießen.
Günstige sauber und absolut empfehlenswert. Ein Bett oder Zimmer im Hostel kannst du hier buchen.


Reiseführer für Marrakesch

Für deine Reise nach Marrakesch und Marokko im Allgemeinen empfehle ich dir den Stefan Loose Reiseführer. Das Travel Handbuch ist ausführlich, sehr gut recherchiert und enthält viele wertvolle Tipps (auch für allein reisende Frauen).
Ich nutze die Loose-Reiseführer sehr gerne und kann sie jedem Individual-Reisenden sehr empfehlen.

Den Stefan Loose Reiseführer kannst du hier kaufen: Stefan Loose Reiseführer Marokko: mit Reiseatlas (Stefan Loose Travel Handbücher)*

Solltest du nur nach Marrakesch reisen, ist es natürlich sinnvoller einen reinen Marrakesch-Reiseführer mitzunehmen. In diesem Fall empfehle ich dir den übersichtlich gestalteten und informativen DuMont direkt Reiseführer mit großem Cityplan.

Den DuMont-Reiseführer kannst du hier kaufen: DuMont direkt Reiseführer Marrakesch: Mit großem Cityplan*


Mann mit Esel Medina Marrakesch

Die quirlig bunte Stadt im Orient hat mich sofort in ihren Bann gezogen, hat mir den Atem geraubt, mich manchmal auch gestresst, aber vor allem fasziniert.

Auch als allein reisende Frau kann ich dir eine Reise in die Königsstadt uneingeschränkt empfehlen. Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt meiner Reisen unsicher gefühlt. Sicher, ich würde dir nicht empfehlen Nachts alleine durch die Strassen und Gassen zu laufen – das kann schon etwas unheimlich sein. Und natürlich ziehst du als Alleinreisende die ganze Aufmerksamkeit (vor allem der Männer) auf dich – das kann auf Dauer ein wenig anstrengend werden. Jedoch wurde ich nie in irgendeiner Form belästigt oder fühlte mich bedroht.

Warst du schon einmal in Marrakesch? Wie hat es dir gefallen und was war dein persönliches Highlight? Hast du weitere Empfehlungen und Tipps? Ich freue mich über einen Kommentar von dir!


* Dieser Blogartikel enthält meine persönlichen Empfehlungen in Form von sogenannten Affiliate Links. Wenn du etwas über die Links kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich ändert sich dadurch am Preis überhaupt nichts. Lieben Dank!

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